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Cover: Das Haus der verlorenen Seelen

Empfehlung von
Susanne Rikl, München

Britta Bolt

Das Haus der verlorenen Seelen

Der zweite Fall für Pieter Posthumus. Übersetzt von Heike Schlatterer

Pieter Posthumus rennt los, als Marloes vor Verzweiflung so fest gegen die Scheibe des Dolle Hond schlägt, dass sie zerbricht. Er rennt aus der Kneipe, in den Eingang nebenan und dann die Treppe hinauf. Im ersten Stock steht eine Zimmertür offen. Es ist Zigs Zimmer. Der Junge, der früher als Stricher gearbeitet hat, liegt halb auf dem Bett, halb auf dem Boden in einer Blutlache.

Eigentlich hatte sich Pieter Posthumus an diesem Freitagabend Anfang Juli ganz gemächlich am Kanal entlang auf den Weg zu seiner Amsterdamer Stammkneipe gemacht, um einen guten Wein zu trinken und seine alte Liebe Anna, die Wirtin vom Dolle Hond, wiederzusehen. Mehr hatte er gar nicht im Sinn. Doch als er kurz davor ist, eifersüchtig auf Annas Flirt mit Paul, dem Musiker und Großstadtcowboy, zu reagieren, nimmt der Abend eine jähe Wendung: Annas Nachbarin Marloes findet einen ihrer Pensionsbewohner tot in seinem Zimmer.

Marloes Vermolen, eine etwas seltsame, aber grundgütige Person, die in ihrer Pension immer wieder abgestürzten jungen Leuten Unterkunft gewährt, wird wenig später des Mordes an diesem Jungen verdächtigt. Und da sich eine Verbindung zu einem zweiten, mehrere Monate zurückliegenden Mordfall findet, steht Marloes im Februar des folgenden Jahres wegen zweifachen Mordes vor Gericht. Schon am ersten Tag der Verhandlung beginnt die Hetzjagd der Presse auf die „Hexe vom Rotlichtviertel“. Erst jetzt wird Anna und Pieter klar, dass Marloes Anwältin die ganze Zeit über nichts für ihre Klientin getan hat. Den beiden bleiben noch drei ganze Tage bis zur Urteilsverkündung, drei Tage, um Marloes' Unschuld zu beweisen. Und dann wird in Annas Kneipe Feuer gelegt ...

Pieter Posthumus ist ein Mann, den man gerne zum Freund haben würde. Angestellt im „Büro der einsamen Toten“, das für die Beerdigung von Toten ohne Angehörige sorgt, ermittelt er gründlich und vor allem ohne jeden politischen Ehrgeiz. Seine Person – und natürlich das Flair der Stadt Amsterdam samt versteckt eingestreuter Kritik an den dortigen gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen – machen die Krimis des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt zu etwas ganz Besonderem.

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Hoffmann und Campe
Erscheinungsdatum
2016
ISBN/EAN
978-3-455-40563-7
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
320
Preis
22,00 €
Status
nicht lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Britta Bolt ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Rodney Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biographien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 90er Jahren in Amsterdam. Britta Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort berühmt durch ihre strafrechtlichen Mandate und ihre Haltung zur Anti-Terror-Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam.

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