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Bedrohtes Begehren

Autor
Andrea Rottmann, Übersetzt von Josefine Haubold

Bedrohtes Begehren

Untertitel
Queeres Leben im geteilten Berlin, 1945–1970
Beschreibung

Für queere Menschen, also für diejenigen, die gleichgeschlechtlich liebten oder Geschlechtergrenzen überwanden, war Berlin nach 1945 ein besonderer Ort. Auch in den konservativen 1950er und 1960er Jahren fanden lesbische, schwule und trans Berliner*innen in Ost und West Raume, sich kennen- und lieben zu lernen, flirteten in Kneipen und tanzten auf Bällen, fanden in öffentlichen Toiletten, Parks und Bahnhöfen flüchtigen Sex, lebten Beziehungen in der gemeinsamen Wohnung und gingen im Gefängnis erotische Abenteuer und Liebesbeziehungen ein. Im Zentrum dieses Buchs stehen ihre Geschichten, oft von ihnen selbst erzählt. Die Autorin zeichnet ein neues, facettenreiches Bild der Möglichkeiten und Grenzen anderen Lebens und Liebens in der Frontstadt des Kalten Krieges, die trotz der nationalsozialistischen Zerstörung queerer Kulturen bald wieder zum Zentrum Europas für diejenigen wurde, die nicht in normative Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und Familie passten. Die Einblicke in ihre zwischen Unauffälligkeit und Skandalisierung, Privatheit und Öffentlichkeit gelebten Leben verdanken sich zahlreichen Oral-History-Interviews, privaten Dokumenten wie Tagebüchern und Fotografien und staatlichen Archivmaterialien.

Verlag
BeBra Wissenschaft
ISBN/EAN
978-3-95410-358-4
Preis
40,00 EUR
Status
derzeit nicht lieferbar