
Revolution, Kapitulation, Besetzung, Versailler Vertrag - Hunger, Teuerung, Spanische Grippe, Aufstände: Die Monate zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Beginn der Mandatszeit durch den Völkerbund bilden einen der spannendsten Abschnitte der saarländischen Landesgeschichte. Und dennoch blieb dieser Zeitraum bisher durch die Forschung weitgehend vernachlässigt. Gleiches gilt für eine Definition der französischen Saarpolitik, die sich zum einen durch die ab November 1918 beginnende Militärverwaltung im linksrheinischen Gebiet auszeichnete, zum anderen auf dem diplomatischen Parkett abspielte - namentlich bei der Pariser Friedenskonferenz und dem im Aufbau befindlichen Völkerbund. Eben hier setzt die vorliegende Studie an: Gestützt auf umfangreiche Archivbestände u.a. aus Frankreich, Deutschland sowie des Völkerbundarchivs zeichnet sie die französische Saarpolitik nach. So wird sichtbar, wie aus Krisenalltag und Machtpolitik das Saargebiet entstand - der Ursprung des heutigen Saarlandes.