
Im Jahre 2027 wird unsere Gemeinde das 575-jährige Bestehen feiern. Bis dahin ist zwar noch Zeit, jedoch haben wir schon mit der Vorbereitung dieses Jubiläums begonnen. So entstand schon im Jahr 2023 die Idee, die bisher vorhandenen Materialien zur Dorfgeschichte zu einem Heimatbuch zusammenzufassen, zu aktualisieren und fortzuschreiben. Unterlagen zur Dorfgeschichte waren vorhanden. Daraus schrieb 1997 Petra Thiele eine kleine Ortschronik und unter der Regie von Roland Spranger wurde sie fortgeschrieben. Gerd Gräber erstellte im Jahre 2013 unter Nutzung dieses Materials und eigener Recherchen eine Zeittafel. Er schrieb jedoch in seinem Vorwort, dass in dieser Zeittafel wichtige Ereignisse aus der Feuerwehr- und Schulchronik keinen Eingang gefunden haben. Da keinerlei Bearbeitung vorausging, konnten über die Entstehung und Entwicklung der Handwerks- und Gewerbetreibenden und die Entwicklung von Vereinen, Clubs, Verbänden und Sportsektionen zwangsläufig auch keine Angaben gemacht werden. Daraus folgt, dass für ein Heimatbuch noch sehr viel Arbeit zu leisten war. Das ist jedoch viel leichter gesagt, als es umzusetzen ist. Wie bekommen wir das hin, wer kann sich darum kümmern, wer kann das? Auf diese Frage fehlte uns lange eine Antwort, doch dann fragten wir Wolfgang Koschke aus Weißwasser, ob er sich das vorstellen könne. Er hat schon mehrere Bücher zur Geschichte unserer Region geschrieben. Wir konnten ihn als Autor für die Erarbeitung unseres Heimatbuches gewinnen. Die erste Hürde war genommen, der erste Pflock zum geplanten Dorfjubiläum eingeschlagen. Wolfgang Koschke sagte jedoch, dass er nicht bis 2027 mit der Fertigstellung warten will, er setzte sich das Ziel, das Heimatbuch im Jahr 2025 zu vollenden. Diese Verpflichtung hat er erfüllt, es liegt vor Ihnen, vor uns. Dafür ist Wolfgang Koschke auf das Herzlichste und ausdrücklich zu danken. Als Bürgermeister war ich für den Autor quasi als der Auftraggeber die erste Ansprechperson für alle Fragen rund um das geplante Heimatbuch. Ehrlich, ich hätte nie gedacht, nie vermutet, was sich hinter so einem Projekt für Arbeit verbirgt, mit welcher Akribie der Autor zu Werke ging. Es hat mich außerordentlich fasziniert, wie das Projekt gewachsen ist und welche Wandlungen es nahm und neue Erkenntnisse zu unserer wechselvollen Dorfgeschichte zu Tage getreten sind. In 575 Jahren ist in Weißkeißel unendlich viel passiert, allein die Schreibweise des Ortes hat sich mehrfach im Laufe der Zeit verändert. Ein Heimatbuch schlägt den Bogen von der Ersterwähnung bis in die Gegenwart. Zeitzeugen erinnern sich bestenfalls an die letzten 80 Jahre, vieles verbirgt sich in Archiven, doch wo findet man etwas zur Geschichte unserer Gemeinde? Umso mehr kann sich unser Heimatbuch sehen lassen.