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Cover: Karte der Wildnis

Empfehlung von
Axel Vits, Köln

Robert Macfarlane

Karte der Wildnis

Aus dem Englischen von Andreas Jandl und Frank Sievers

Irgendwo in Cambridge. Ein junger Mann klettert bis in die Krone einer Buche hinauf und betrachtet aus zehn Metern Höhe die umliegende Landschaft. Soweit der Blick reicht, erstrecken sich zu allen Seiten flache Felder und Wiesen, nur hier und da unterbrochen von niedrigen Dornbuschhecken, so schnurgerade gezogen wie die naheliegende Hauptstraße, die jeglichen natürlichen Klang verschluckt. Allein, die Wildnis hat ihre eigenen Geräusche. Aber wo ist diese Wildnis geblieben? Gibt es sie überhaupt noch? Als Robert Macfarlane den Baum verlässt, hat er eine Idee. Er wird sich auf die Suche nach den letzten Flecken unberührter Natur begeben, die er in Großbritannien noch zu finden hofft; er wird sich dabei nicht schonen, wird lange marschieren, oft auch nachts gehen, dabei Regen, Schnee und Kälte trotzen, wird Flussläufe durchschwimmen und Berge besteigen. Er wird die Wildnis schließlich finden und eine ganz besondere Karte erstellen.

Die Reihe "Naturkunden" verfügt längst über eine treue Fangemeinde, doch mit dem 18. Band hat sich die Herausgeberin und Buchgestalterin Judith Schalansky selbst übertroffen. Robert Macfarlanes Bericht einer Suche ist weit mehr weit über das Aufmerksam-machen-Wollen hinaus, vielmehr vermittelt er in seiner mal ruhigen, mal drängenden, jedoch immer einnehmenden Sprache einen ernst zu nehmenden Hoffnungsschimmer.

Dieser Titel ist vorübergehend nicht lieferbar.

Verlag
Matthes & Seitz Verlag
Erscheinungsdatum
2015
ISBN/EAN
978-3-95757-101-4
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
303
Preis
34,00 €
Status
vorübergehend nicht lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Robert Macfarlane, geboren 1976 in Nottinghamshire, studierte Literaturwissenschaft in Cambridge, und begann schon als Kind mit dem Bergsteigen. Sein erstes Buch Mountains of the Mind (2003) erhielt zahlreiche Preise, darunter den Somerset Maugham Award. Nach einer wissenschaftlichen Arbeit über Plagiate im 19. Jahrhundert veröffentlichte er 2007 The Wild Places. Es wurde von Kritik und Publikum gefeiert und zur Grundlage einer bbc-Dokumentation. 2012 erschien die Fortsetzung Old Ways. 2011 wurde Macfarlane, der auch als Essayist und Kritiker für den Guardian tätig ist, zum Mitglied der Royal Society of Literature ernannt. Im März 2015 erschien Landmarks; Robert Macfarlane untersucht darin die Verbindung von Sprache und Natur.

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