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Cover: Es wird kein Bleiben geben

Empfehlung von
Axel Vits, Köln

Nicolas Bouvier

Es wird kein Bleiben geben

Aus dem Französischen von Yla M. von Dach

In meiner kleinen privaten „Bibliothek“ befinden sich unter anderem etwa drei Regalmeter Reiseliteratur, und neben Homer, Herodot, Chatwin, Kapuscinski oder Altmann stehen dort alle bisher auf Deutsch erschienen Bücher von Nicolas Bouvier, den ich für einen ganz ausgezeichneten – vielleicht sogar den besten – Reiseschriftsteller halte. Nachdem ich vor Jahren zum ersten Mal Bouviers Reiseerlebnisse in „Die Erfahrung der Welt“ gelesen, oder besser gesagt, verschlungen hatte, da wusste ich, selbst wenn der Mann auch nur seinen alltäglichen Weg zum Bäcker beschreiben sollte, würde ich ihm ebenso an den Lippen hängen, als wäre er gerade dabei, die äußersten Grenzen der Welt auszuloten. Und wer einmal die Erfahrung „Nicolas Bouvier“ gemacht hat, der kommt nicht mehr los davon, der will immer mehr und mehr. Denn wie gesagt, es gibt kaum etwas Vergleichbares. Bouvier ist Bouvier. Da geht nichts drüber.

Und endlich ist wieder ein kleines Buch erschienen, in dem bisher unveröffentlichte Reisenotizen zusammengestellt wurden, die sich über einen Zeitraum von 1948 bis in den Sommer 1992 erstrecken. Sieben kleine Portraits, Momentaufnahmen eines reisenden Schriftstellers, dessen Augenmerk sich auf all das richtet, was den meisten Menschen verborgen bleibt, weil sie nicht richtig hinsehen oder sich von Größe und blitzender Schönheit ablenken lassen. Bouvier hat eine andere Form des Beobachtens entwickelt, die er eins zu eins in Schrift umzusetzen weiß. Ob Bouvier sich nun in Indonesien aufhält oder im Norden Afrikas, in Neuseeland oder in China, der Leser erfährt die Welt mit neuen Augen, sieht nie zuvor Gesehenes und kann nur staunen.

Verlag
Lenos Verlag
Erscheinungsdatum
2013
ISBN/EAN
978-3-85787-437-6
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
200
Preis
22,90 €
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Nicholas Bouvier (1929 – 1998) wuchs in Genf auf und machte schon als 16jähriger erste Reisen nach Frankreich und Italien. Nach dem Studium der Geistes- und Rechtswissenschaften in Genf fuhr er 1953 per Auto über Jugoslawien, die Türkei und den Iran nach Afghanistan. 1955 Weltreise nach Japan. 1956 Rückkehr in die Schweiz. In den sechziger Jahren unternahm er mehrere Reisen u.a. nach Japan, China, Korea. 1987 wurde sein literarisches Schaffen mit dem Grand prix quadreinnal de la Ville de Geneve ausgezeichnet

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