
"Die Stasi, Orwell und ich" ist ein packendes Zeitzeugnis über die Bedeutung von Meinungsfreiheit, Vertrauen und Widerstand gegen Unterdrückung und eine Mahnung, wie zerbrechlich diese Freiheit sein kann. In episodenhaften Geschichten erzählt Lippmann von den Hürden, die er überwinden musste, von Enttäuschungen, aber auch von kleinen und großen Glücksmomenten, wie der berührenden Geschichte über das Wiederfinden seiner Jugendliebe nach Jahrzehnten - ein Zeichen der Hoffnung und der Kraft der Menschlichkeit. Der mathematisch begabte 22-jährige Student Bernd Lippmann wurde 1974 verhaftet, weil er vom SED-Regime gefürchtete Literatur gelesen und mit Freunden ausgetauscht hatte. Er wurde von der Bundesrepublik freigekauft und in den Westen abgeschoben. Neben seinem Beruf als Physik- und Mathematiklehrer engagierte er sich in Organisationen, die über die Machenschaften des SED-Staates aufklärten. Nach dem Fall der Mauer studierte Bernd Lippmann die Stasi-Akten und deckte die weit verzweigten Strukturen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und das grausame Spitzelsystem auf. Für seine unermüdliche Aufarbeitung der DDR-Diktatur als Mitbegründer und langjähriger Leiter des Trägervereins des Stasi-Museums in Berlin wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Das Buch ist mehr als eine politische Biografie und zeigt: Es lohnt sich, für die Wahrheit zu kämpfen - auch wenn der Weg steinig ist. **Ein Buch, das bewegt, aufklärt und inspiriert.**