
Eine intensive Auseinandersetzung mit den gegenwärtig gegenüber den Menschenrechten erhobenen Einwänden ist für das Menschenrechtsprojekt unverzichtbar: Zum einen, weil die weltweite Achtung der Menschenrechte in hohem Maße davon abhängt, dass überzeugende Argumente gefunden werden, mit deren Hilfe sich verschiedene dieser Einwände zurückweisen lassen; zum anderen, weil sich auch die politisch-rechtlich institutionalisierten Menschenrechte selbst und das ihnen, bzw. ihrer Praxis zugrunde liegende Verständnis im Lichte der Kritik immer weiterentwickeln müssen. Ziel dieses Buches ist es, einen konstruktiven Beitrag zum gegenwärtigen Menschenrechtsdiskurs zu leisten, indem es einerseits einen umfangreichen systematischen Überblick über zentrale gegenüber den Menschenrechten vorgebrachte Einwände liefert und sich dabei zugleich auch argumentativ hinsichtlich dieser Konfliktlinien positioniert.