Tiefgreifende gesellschaftliche Umbrüche und die damit verbundenen Konsequenzen spiegeln sich im Klassenzimmer wider. Die Bandbreite der Auswirkungen reicht von (Zukunfts)-Ängsten, Aggressionen, Depressionen etc. bis zur Überforderung vieler Pädagogen*innen. Die Autorin analysiert aus der Perspektive der Systemischen Familientherapie wie auch mit Hilfe einer qualitativen empirischen Untersuchung u.a. die Fragestellung, über welches pathologisches Mindestwissen Lehrer*innen verfügen bzw. verfügen sollten. Es erfolgt sowohl eine kritische Bestandsaufnahme als auch die Entwicklung eines „Werkzeugkastens“ im Sinne einer Hilfestellung für Lehrer*innen. Konkret wird auf Basis von empirischen Befunden und zentralen Überlegungen der Systemischen Familientherapie eine Heuristik entwickelt, um Lehrer*innen zu unterstützen, ihren Wahrnehmungstrichter für die „Diagnose“ psychisch auffälligen Schüler*innen-Verhaltens zu verbreitern.