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Ursprung und Bedeutung des Konzepts der Selbstorganisation

Autor
Dr. Rainer Paslack, Herausgegeben von Dr. Dr. Brigitte E.S. Jansen

Ursprung und Bedeutung des Konzepts der Selbstorganisation

Beschreibung

Das Audio konzentriert sich auf die moderne Selbstorganisationsforschung ab den 1960er Jahren, einer Ära, in der digitale Computersysteme eine entscheidende Rolle spielten. Entdeckungen wie Edward Lorenz' Schmetterlingseffekt und Benoit Mandelbrots fraktale Geometrie wären ohne die Rechenleistung von Computern undenkbar gewesen. Zugleich haben die Erkenntnisse der Selbstorganisationstheorien die Entwicklung "lernender Computer" und KI-Systeme maßgeblich beeinflusst, indem sie diesen den nötigen Freiraum für autonome Entwicklung und Mustererkennung ermöglichen. Selbstorganisationskonzepte und KI-Modelle stehen somit in einer fruchtbaren, wechselseitigen Beziehung der Nutzung und innovatorischen Förderung. Rainer Paslack beleuchtet drei zentrale Pioniere, die das Fundament der modernen Selbstorganisationsforschung legten: Ilya Prigogine mit seiner Thermodynamik offener Systeme und der Entdeckung „dissipativer Strukturen“, die zeigen, wie Ordnung aus dem Fluss von Energie und Materie entstehen kann. Hermann Haken mit seiner Erforschung „kohärenten Lichts“ in Lasern und dem wegweisenden Konzept der „Synergetik“, das die spontane Kooperation von Teilsystemen zur Schaffung übergeordneter Strukturen beschreibt. Manfred Eigen mit seinem Modell der Entstehung präbiotischer Strukturen und „autokatalytischer Hyperzyklen“, die einen Schlüssel zur Evolution des Lebens bieten. Die Entwicklung der modernen Selbstorganisationsforschung wird in vier Phasen dargestellt: von der Etablierung fachspezifischer „Theoriekerne“ über die Analogisierung und Globalisierung der Konzepte bis hin zu ihrer Übertragung in die Sozial- und Geisteswissenschaften sowie außerwissenschaftliche Bereiche. Dabei werden die wesentlichen Merkmale von Selbstorganisationssystemen – ihre Offenheit für Energie- und Materieflüsse und ihre „operationale Geschlossenheit“ – detailliert erläutert, ebenso wie die besondere Rolle der Randbedingungen. Doch dieses Werk ist mehr als eine historische Analyse. Es zieht wichtige „Lehren“ aus den Erkenntnissen der Selbstorganisationsforschung für unser Leben in Gesellschaft und Kultur. Es lädt dazu ein, über das empfindliche Zusammenspiel von Ordnung und Unordnung nachzudenken, getreu Paul Valérys Sentenz, dass die Welt „ständig durch zwei Dinge bedroht“ sei: „durch Ordnung und Unordnung“ zugleich. Die tiefen Einsichten dieses Buches helfen dabei, die Dynamik komplexer Sozialsysteme besser zu verstehen, sich auf unerwartete Effekte von Handlungen vorzubereiten und sogar neue „soziale Experimente“ anzustoßen. Das Werk stützt sich auf zahlreiche Vorarbeiten des Autors, insbesondere auf sein grundlegendes Buch „Urgeschichte der Selbstorganisation“ von 1991. Es ist ein Muss für alle, die verstehen möchten, wie das „Werden“ in Natur und Gesellschaft funktioniert und welche Prinzipien der „selbstreferenziellen“ Dynamik von Systemen zugrunde liegen – eine Erkenntnis, die angesichts adaptiver und generativer KI-Systeme, die zu den wichtigsten Instrumenten der Zukunft werden, von unschätzbarem Wert ist. Bereiten Sie sich auf Überraschungen vor und entdecken Sie eine neue Perspektive auf die Komplexität unserer Welt. Der Inhalt entspricht dem gleichnamigen eBook.

Verlag
Gesellschaft für Arbeitsmethodik
ISBN/EAN
978-3-948646-77-6
Preis
8,79 EUR
Status
nicht lieferbar