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Freuds unnatürliche Wissenschaft

Autor
Helmut Dahmer

Freuds unnatürliche Wissenschaft

Untertitel
Soziologische Lektüren
Beschreibung

Die von Marx und Freud – im Abstand von nur drei Jahrzehnten – entwickelten Kritiken (der politischen und der seelischen Ökonomie) galten der Suche nach einem Ausweg aus der Gesellschaft der Ungleichheit, der Krisen und Kriege, die noch die unsere ist. Marx versuchte, das Rätsel des Mehrwerts zu lösen, Freud dasjenige von Neurose und Traum. Beiden gab Ludwig Feuerbachs defetischisierender, „anthropologischer“ Materialismus den Anstoß zur Entwicklung ihrer eigenen Materialismen – des historischen und eines biologischen, der zum historischen tendiert. Beide übernahmen von Feuerbach – dem Schüler und Kritiker Hegels und Schellings – das emanzipatorische Verfahren, die Genese bewusstlos zustande gekommener, in der Generationenfolge tradierter und obsolet gewordener kultureller „Institutionen“ (Idole, Tabus) dialogisch zu rekonstruieren, um (Klassen-Individuen) deren Revision zu ermöglichen. Beide setzten – gegen historische und biographische Amnesie – auf Anamnesis, also Selbstreflexion. Freuds neue Wissenschaft vom Unbewussten, eine Kritik von Pseudonatur, kam maskiert als „Naturwissenschaft von der Seele“ auf die Welt und wurde inkognito – als eine darauf basierende „Technik“ – tradiert. Eine Revision dieser Missverständnisse ist noch immer nicht erfolgt, und so ergänzt der Autor die 2012 erschienene “Unnatürliche Wissenschaft” in dem vorliegenden Band mit einer neuen Folge von Variationen zu diesem unerschöpflichen Thema.

Verlag
Westfälisches Dampfboot
ISBN/EAN
978-3-89691-157-5
Preis
30,00 EUR
Status
nicht lieferbar