
Aus dem Blickwinkel einer bildenden Künstlerin werden Kunstwerke erschlossen. Christina Kirchinger spürt kompositorischen Entscheidungen von Klee und Chillida und den daraus resultierenden Wirkungen nach. Dabei stützt sie sich auf Adornos Konzeption einer inneren Logik und belegt mittels von ihr manipulierter Abbildungen, wie das Kunstwerk sich verändern würde, wären andere Entscheidungen getroffen worden. Detailliert und nah am Werk wird dargelegt, wie Klee das abstrakte Prinzip des Gewichtens sichtbar macht und Chillida dem ungreifbaren Raum auf Papier eine Form gibt.