
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verschränkung von neuen Technologien und Kunst gilt es, sowohl die aktuellen Implikationen als auch das historische Verhältnis von Technik und Ästhetik zu untersuchen. Der Band greift hierfür den Begriff der Technoästhetik auf, der 1982 erstmals von Gilbert Simondon erwähnt wurde, um die ästhetische Qualität technischer Objekte sowie Technizität ästhetischer Verfahren zu benennen. Bis heute bleibt der Begriff in seinen Konturen durchlässig und ist hinsichtlich einer Perspektivierung für die Künste noch zu bestimmen. Die versammelten Beiträge bieten aktuelle Perspektiven auf ausgewählte Grundlagentexte der Technoästhetik an der Schnittstelle von Kunstgeschichte, Medientheorie und Philosophie.