
Die von einer deutsch-französischen Expertengruppe im Auftrag ihrer Regierungen vorgestellten Reformvorschläge für ein starkes, zukünftiges Europa haben folgende Ziele, nämlich erstens die Rechtsstaatlichkeit und demokratische Legitimität der EU zu stärken, zweitens die Handlungsfähigkeit der EU zu erhöhen und drittens die EU bereit für die Erweiterung zu machen. Hier wird unter Hinweis auf das Team-Piketty gezeigt, dass es auch ohne eine, zur Zeit sehr unwahrscheinliche, allgemeine Revision der Europäischen Verträge der 27 Mitgliedsstaaten möglich ist, durch eine Demokratisierung der Eurozone (und ggf. weiterer williger EU-Staaten) notwendige Reformen voranzubringen.