
Seit dem Unabhängigkeitskrieg 1821 und seiner Unabhängigkeit 1832 verfolgte Griechenland eine irredentistische Außenpolitik, die es in Konflikt mit dem Osmanischen Reich brachte, die ihren Abschluss in der sogenannten „kleinasiatischen Katastrophe“ 1922 – der Niederlage der griechischen Truppen und der Vertreibung des griechischen Teils der Bevölkerung Kleinasiens – fand.Den Griechen Kleinasiens wurde von Seiten türkischer Nationalisten immer wieder vorgeworfen, dass sie mit Griechenland sympathisieren würden und so sahen sie sich besonders vom Ersten Balkankrieg 1912 bis ins Jahr 1923 immer wieder Repressalien ausgesetzt.Dieses Buch untersucht die Darstellung der kleinasiatischen Gesellschaft im Allgemeinen und des Zusammenlebens der einzelnen Bevölkerungsteile im Besonderen anhand von Werken dreier griechischer Autoren, die aus Kleinasien stammten. Es will dabei herausfinden, ob wirklich so eine starke Trennlinie durch die Gesellschaft geht, wie es der historische Kontext suggeriert.