
Dieses Buch erzählt, wie sich Staatsverschuldung und Inflation in geschichtliche Waffen verwandeln: Nationen, die glauben, sich durch Schulden und billiges Geld retten zu können, unterschätzen, wie rasch die Kombination aus hohen Schulden, politischem Realismusverlust und monetärer Eskalation zum Wirtschafts‑, sozialen und politischen Kollaps führt. Es verschränkt analytische Makroökonomik mit sozialgeschichtlichen Momentaufnahmen – von der Hyperinflation der Weimarer Republik, in der Ersparnisse zu Papierfetzen wurden, bis hin zu Finanzkriegen des 21. Jahrhunderts, in denen hohe Staatsschulden und Inflation in einigen Staaten als stiller Transfer von Reichtum und Macht von Bürgern auf Schuldhalterstaat und Bankenwelt wirken. Die Erzählung zeigt, wie Hyperinflation, Devaluationen und sogenannte Staatsbankrotte nicht nur Formen wirtschaftlicher Vernichtung, sondern auch tiefer Zäsurpunkte democracytischer Legitimität sind: Wenn Geld seine Funktion als Vertrauensmedium verliert, bricht auch das Vertrauen in den Staat als Garant von Ordnung und Zukunft.