
Mit der Einschulung kommt das Kind nach und nach mit Schriftzeichen in Berührung. Lehrkräfte möchten ihre Schüler für weitergehende Lernaufgaben befähigen. Dass dies nicht immer gelingt, gehört erfahrungsgemäß zum Schulalltag. Dabei haben jene Schüler, die hinterherhinken, beileibe nicht alle eine Lernbehinderung oder -störung. Ihnen muss in den meisten Fällen nur ein besser geeigneter Weg gezeigt werden. Wegweiser und Vorbilder könnten dabei jene Schüler sein, die anscheinend mühelos alle die Leistungen erbringen, für die es Noten gibt. Wie im richtigen Leben gibt es auch hier eine Hauptstraße, die ein rasches Vorankommen ermöglicht. Erfahrungsgemäß bedienen sich jene Schüler, die rasch vorankommen, des Visuellen Erinnerns. Wenn Schüler das Visuelle Erinnern jedoch nicht gleich von Anfang an nutzen, dann werden notgedrungen Neben- und Schleichwege gesucht und benutzt. Minderleistungen sind die unausweichliche Folge. Die Benutzer solcher Nebenwege, die letztlich Irrwege sind, haben sich diese – unbewusst – mit viel Mühe und Kreativität erschlossen, um ans Ziel zu kommen. Ihnen von dort wieder auf die Hauptstraße zu helfen, kann auch im Unterricht gelingen. Hier wird gezeigt, dass Lehrkräfte – sowohl in der Grundschule als auch im Einzelunterricht – ihre Schüler bei Handschrift und Rechtschreiben auf die „richtige Bahn“ bringen können, indem auf die Arbeitsblätter des „Kursbuchs Visuelles Lernen und Erinnern“ (vom selben Autor) verwiesen wird. Dort wird ein pragmatischer Ansatz für das Visuelles Erinnern präsentiert, der auf Erfahrungswissen aufbaut.