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Trotzdem sprechen

Autor
Lena Gorelik, Miryam Schellbach, Mirjam Zadoff (Hg.)

Trotzdem sprechen

Untertitel
Mit Beiträgen von Carolin Emcke, Nazih Musharbash, Maryam Zaree, Kathrin Röggla u.v.a.
Beschreibung

Spätestens seit dem 7. Oktober, dem Hamas-Massaker in Israel und der folgenden Bombardierung Gazas sowie der daraus resultierenden humanitären Katastrophe, finden Menschen in allen Teilen der deutschen Gesellschaft sich wieder in einer neuen Isolation oder gar Angst. Es häufen sich offene Briefe, Veranstaltungsabsagen und Begriffsstreitereien in einem Ton der Endgültigkeit. Langgehegte Allianzen werden gelöst, Gespräche versiegen. Die trennende Macht der Differenzen basiert nicht zuletzt auf der realen Erfahrung von Antisemitismus und Rassismus. Wer davon profitiert, sind die Rechtspopulisten. Diejenigen, die der liberalen, wertebasierten Gesprächskultur ebenso den Garaus machen möchten wie unserer Demokratie insgesamt.

Welchen Mut, welche Kraft und Toleranz für Ambiguität und Streit können wir, müssen wir gar, aufwenden, um die Logik der Verhärtung auf der Seite derer, die unsere Welt zu einer besseren machen möchten, zu stoppen? Die hier versammelten Autor:innen halten am Austausch fest, so schwierig er sein mag. Nachdenklich, mit unverstelltem Schmerz und ungebrochenem Willen zum wechselseitigen Abwägen sprechen sie trotzdem miteinander. Dieser Band ist die greifbarste Utopie unserer Tage. (Verlagstext)

Mit Beiträgen von Fadi Abdelnour, Julia Alfandari, Michael Brenner, Asal Dardan, Carolin Emcke, Durs Grünbein, Hadija Haruna-Oelker, Sandra Hetzl, Meron Mendel, Nazih Musharbash, Kathrin Röggla, Per Leo, Joana Osman, Monika Rinck, Hannan Salamat, Sasha Marianna Salzmann, Nahed Samour, Paula-Irene Villa Braslavsky, Maryam Zaree.

Verlag
Ullstein, 2024
Seiten
224
Format
Gebunden
ISBN/EAN
978-3-550-20304-6
Preis
22,00 EUR
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor:

Lena Gorelik ist Schriftstellerin und Essayistin. Ihr Roman Hochzeit in Jerusalem (2007) war für den deutschen Buchpreis nominiert, zuletzt erschien der autobiographische Roman Wer wir sind (2023).

Miryam Schellbach ist Programmleiterin des Claassen Verlags. Ihre Literaturkritiken erschienen in der FAZ, der SZ und der Zeit.

Mirjam Zadoff leitet seit 2018 das Münchner NS-Dokumentationszentrum. Zuletzt erschien von ihr Gewalt und Gedächtnis. Globale Erinnerungen im 21. Jahrhundert im Hanser Verlag (2023).