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Autor
Reynolds, Simon

Retromania

Untertitel
Warum Pop nicht von seiner Vergangenheit lassen kann. Aus dem Englischen von Chris Wilpert
Beschreibung

Wir leben in einem Zeitalter des Pop, das völlig verrückt ist nach ständiger Erinnerung: Wiedervereinigungen von Bands und endlose Reunion-Touren, umfangreiche Wiederveröffentlichungen von ­Klassikern, mit Outtakes vollgestopfte Box-Sets, Neuverfilmungen oder Fortsetzungen sattsam bekannter Filme, Nostalgie-Shows und Bildbände über drittklassige TV-Stars aus der Kindheit …

Nur: Was wird passieren, wenn der Popindustrie die Vergangenheit ausgeht? Steuern wir auf eine Art kulturell-ökologische Katastrophe zu, wenn das Archiv restlos geplündert und der Strom der Popgeschichte endgültig versiegt ist?

Simon Reynolds, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Musikjournalisten, behauptet, dass wir längst den kritischen Punkt überschritten haben. Auch wenn sich in früheren Dekaden obsessiv mit der Vorzeit auseinandergesetzt wurde, nie zuvor war eine Gesellschaft so besessen von den kultu­rellen Produkten ihrer unmittelbaren Vergangenheit. »Retromania« ist das erste Buch, das sich mit der Retro-Industrie beschäftigt und fragt, ob wir uns von den Versprechen des Pop – Originalität, Innovation und Subversion – einfach verabschieden müssen und wie die Zukunft einer Popkultur aussieht, die in einem Kreislauf aus Sampling, Wiederholung und Musealisierung gefangen zu sein scheint?

In einem exklusiv für die deutsche Ausgabe verfassten Nachwort reflektiert Reynolds über die weltweite Rezeption von Retromania.
(Klappentext)

Verlag
Ventil Verlag, 2012
Format
Kartoniert
Seiten
428 Seiten
ISBN/EAN
978-3-931555-29-0
Preis
29,90 EUR

Zur Autorin/Zum Autor:

Simon Reynolds wurde 1963 in London geboren. Er lebt mittlerweile in seiner Wahlheimat Los Angeles. Neben dem Standardwerk über die Post-Punk-Ära »Rip It Up And Start Again« hat er u.a. gemeinsam mit seiner Ehefrau Joy Press »The Sex Revolts – Gender, Rebellion & Rock’n’Roll« geschrieben. Reynolds arbeitet u.a. für »The Wire«, »New York Times«, »The Guardian«, »Rolling Stone« und hat mit »Blissblog« eine eigene Netzpräsenz.