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Von der Blüte aufs Blatt

Autor
Herausgegeben von Nikolaus Schallhart, Herausgegeben von Universität Innsbruck, Herausgegeben von Lisa Dilitz, Herausgegeben von Verena Gstir

Von der Blüte aufs Blatt

Untertitel
Hugo M. Schiechtls Pflanzenbilder zwischen Wissenschaft und zeitgenössischer Kunst - Eine Wanderausstellu8ng zum 75. Jubiläum der Alpinen Forschungstelle Obergurgl
Beschreibung

Einleitung Zum 75. Jubiläum des Universitätsstandorts Obergurgl verknüpft „Von der Blüte aufs Blatt“ drei Sammlungen der Universität Innsbruck: die Pflanzenbilder von Hugo M. Schiechtl, das Herbar „Flora der Gurgler Täler“ und die Kunstsammlung des Instituts für Kunstgeschichte. Gemeinsam erzählen sie von der Forschungsgeschichte der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl (AFO) und von gesellschaftlich relevanten Fragen, die zwischen Naturwissenschaft und Kunst erwachsen. Am 7. Juli 1951 wurde das „Bundessportheim und Alpine Forschungsstelle Obergurgl“ in drei ehemaligen Zollhäusern offiziell eingeweiht. Wenige Monate zuvor hatte es die Pforten für die ersten Gäste geöffnet. Somit feiert die wohl etablierteste Außenstelle der Universität Innsbruck heuer ihr 75. Jubiläum. In den Gebäuden des heutigen Universitätszentrums Obergurgl hängen akribische Pflanzen-darstellungen, überwiegend in den 1950er Jahren gemalt von Hugo M. Schiechtl (1922–2002). Dieser entwickelte als Ingenieurbiologe Methoden zur Hangsicherung mit Pflanzen – als autodidaktischer Künstler fertigte er zahlreiche Pflanzenporträts. Schiechtl verbindet damit Wissenschaft, Technik und Kunst und bildet Ausgangspunkt und Scharnier dieser interdisziplinären Ausstellung: Acht seiner Bilder, die Pflanzen aus dem Raum Obergurgl zeigen, bilden den Kern von acht Stationen. Den von Schiechtl dargestellten Pflanzenarten werden die entsprechenden Belegpflanzen aus dem Herbar „Flora der Gurgler Täler“ zur Seite gestellt. Die Botaniker Hans Pitschmann und Herbert Reisigl sammelten diese in den 1950er Jahren im Ötztal; später ergänzte Ernst Vitek die Sammlung. Dazu erzählen wir von botanischer Forschung und gehen verschiedenen Fragen nach: Welche Pflanzen klettern am höchsten? Welche können davon berichten, wann Kühe und Schafe zu grasen begannen? Als drittes Objekt ergänzt an jeder Station ein zeitgenössisches Kunstwerk aus der Sammlung des Instituts für Kunstgeschichte die Präsentation. Die Objekte wurden zwischen 1969 und 2026 von Künstler:innen mit Tirolbezug geschaffen. Fragen, die sich aus den botanischen Exponaten ergeben, werden hier künstlerisch gefasst: Wie viel unserer kulturellen Identität sind wir bereit, dem wirtschaftlichen Gewinn zu opfern? Was bleibt von der Natur, wenn Menschen Technik unreflektiert einsetzen? Drei Sammlungen der Universität Innsbruck finden so zusammen, um naturwissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerische Perspektiven in einen Dialog zu bringen. Mit dem interdisziplinären Ansatz werden spannende Zugänge zur Beziehung von Mensch, Natur, Technik und Kunst eröffnet.

Verlag
Studia Universitätsverlag Innsbruck
ISBN/EAN
978-3-99105-086-5
Status
lieferbar