
Regina Jonas (1902–1944) studierte an der Berliner „Hochschule für die Wissenschaft des Judentums“. Am 27. Dezember 1935 erhielt sie als erste Frau in der jüdischen Geschichte eine „Smicha“, das Rabbinatsdiplom, und wurde damit die erste Rabbinerin der Welt. Die vorliegende Neuausgabe dieses Buches mit einer biographischen Einleitung sowie Regina Jonas’ Streitschrift zur Rechtfertigung der Frau als Rabbinerin erscheint zum 90. Jahrestag ihrer Ordination und 25 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung durch Elisa Klapheck. Damals war vom Leben und Wirken der in Berlin geborenen, 1942 nach Theresienstadt deportierten und zwei Jahre später in Auschwitz ermordeten Rabbinerin noch nicht viel bekannt. Seither hat sie einen festen Platz in der jüdischen Geschichte eingenommen und wurde zum Vorbild für die nächsten Generationen von Rabbinerinnen. Neu entdeckte Dokumente und Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erweiterten die Erkenntnisse zu Leben und Wirken der ersten Rabbinerin und sind in diese Neuausgabe eingeflossen. Eine zusätzliche Einführung geht außerdem auf die Wirkungsgeschichte des Buches seit seiner Erstveröffentlichung ein.