
Yva – Else Neuländer-Simon (1900–vor dem 8. Mai 1945) zählt zu den prägenden Fotografinnen der Weimarer Avantgarde. Ihre Aufnahmen formten das Bild des modernen Berlins der 1920er- und frühen 1930er-Jahre – jenes Berlin, das zum Mekka der internationalen Avantgarde-Fotografie wurde. Bis heute ist ihr Name eng mit Helmut Newton verbunden, der bei ihr lernte. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte erstmals umfassend – als Biografie, kunsthistorische Analyse und Neubewertung ihres Werkes. Es rückt Yva aus der Fußnote in die Mitte und zeigt sie als eigenständige, stilbildende Künstlerin der Moderne. Ein fundamentales Werk über eine Fotografin, deren Bedeutung weit über die Rolle als „Lehrerin Helmut Newtons“ hinausgeht – und über die Macht der Bilder, Kanonisierung und Erinnerung.