
„…und fast möchtest du damit deine unruhe nicht weiter schaukelt, den anker werfen.“ Makroskopie des Westlichen Wassers erkundet die Schnittstellen von Mensch und Natur, Geschichte und Gegenwart – vor dem Hintergrund einer kalifornischen Pazifikküste, die ebenso rau wie atemberaubend ist. Feuer und Flut, die Nachwirkungen des Kolonialismus, die Frage nach Identität, Zuhause und Zukunft: Jennifer Poehlers Gedichte kreisen um Welten im ständigen Wandel, für die der San-Andreas-Graben zur Metapher wird. Sie laden ein zu einer Haltung permanenter Unsicherheit und feiern den stillen Moment zwischen Behauptung und Widerlegung.