
Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 fordern verstärkt Kompetenzen, denen ein hohes Maß an Flexibilität und Eigenverantwortlichkeit gemeinsam ist. Zu ihnen gehören u. a. Problemlösekompetenzen, wissenschaftliches Denken, Medien- und Technologiekompetenzen sowie die Kompetenz, in interdisziplinären Teams strukturiert und effizient zu arbeiten. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, dass die aktivierenden Lehr-Lernformen des problem- und projektbasierten Lernens sowie des forschungs- und arbeitsbasierten Lernens den Erwerb dieser Kompetenzen unterstützen können – insbesondere dann, wenn digitale Medien einbezogen werden. Für die unterschiedlichen Bildungsbereiche – die schulische und berufliche Bildung, die Hochschulbildung sowie die Weiterbildung – setzt die umfängliche und konsequente Umsetzung der drei Lehr-Lernformen unter Nutzung digitaler Medien allerdings verschiedene Neujustierungen voraus. Dabei steht das Bildungssystem insgesamt vor der Herausforderung, individuelle Lernwege zuzulassen und gleichzeitig Brüche auf Kompetenzebene und medialer Ebene zu vermeiden.