
K�nnen wir gegen�ber Menschen gerecht handeln, die noch nicht existieren? Die Studie untersucht Begr�ndungen und Folgen einer Gerechtigkeit gegen�ber zuk�nftig Lebenden. Nach einer detaillierten Analyse egalitaristischer, konsequentialistischer und reziprozit�tsbasierter Theorien intergenerationeller Gerechtigkeit entwickelt die Autorin eine eigene Begr�ndung intergenerationeller Gerechtigkeit. Diese Begr�ndung verankert sich im normativen Individualismus, so dass intergenerationelle Gerechtigkeit ihren Ausgangs- und letzten Rechtfertigungspunkt im Individuum, nicht im Kollektiv der Generation findet. Intergenerationelle Gerechtigkeit erweist sich dabei nicht als uniformes Prinzip, sondern f�chert sich in plurale Relationen auf. Um die entwickelte Theorie praktisch zu konkretisieren, erfolgt schlie�lich eine ausf�hrliche Anwendung auf die bundesdeutsche Staatsverschuldung, deren wichtigstes Ergebnis eine grunds�tzliche Unzul�ssigkeit der konsumtiven langfristigen Verschuldung ist.