
Demokratie bedeutet �Herrschaft des Volkes�. W�hrend dem ersten Teil des Begriffs in der wissenschaftlichen Diskussion alle Aufmerksamkeit gilt, ger�t �das Volk� selber kaum in den Blick. Die Konzepte demokratischer Regierungssysteme setzen bestimmte Annahmen �ber die �Natur� der Menschen (oder: die Vernunft des �Volkes�) voraus, mit denen oft die Gewichtung und das Verh�ltnis repr�sentativer und plebiszit�rer Verfassungskomponenten begr�ndet werden. Demokratien funktionieren umso besser, je realistischer solche Annahmen sind. In dieser Studie wird argumentiert, dass � neben anderen Gr�nden � gerade die neueren Erkenntnisse der Sozial-, Wirtschafts- und Neurowissenschaften und die Erfahrungen mit den neuen Medien die Pr�ferenzen f�r ein Repr�sentativsystem best�rken, auf das moderne pluralistische Gemeinwesen angewiesen bleiben. Direktdemokratische Mechanismen k�nnen im Einzelfall wichtige Erg�nzungen und Korrektive bieten, aber die zentralen Funktionen politischer Repr�sentation nicht ersetzen.