
Erfahrungen von Prekarität werden in kirchlichen Gemeinschaften religiös gedeutet und bestimmen vice versa deren gelebte Theologie, soziale Handlungsfelder und liturgische Feiern. Im Kontext zweier christlicher Gemeinden analysiert Rebekka Schaetzle kommunikative Aushandlungen des Mitseins, die sich im biografischen Erzählen, im Übersetzen und in weiteren Formen der Multilingualität zeigen. Daraus ergeben sich neue Perspektiven auf verschiedene Modi der partizipativen Gestaltung von Gottesdiensten. Zudem erschließt sie Bedingungslogiken des reziproken Gebens in asymmetrisch geprägten Beziehungen und akzentuiert dabei den Aspekt des Teilnehmens für den Gabendiskurs.