
Gegenwärtig – so erscheint es jedenfalls – ist der Blick bei Family Offices (zu Deutsch Familienbüros) auf die enge Verschränkung der beiden Aktionsräume Vermögensverwaltung sowie ertragsteuerliche Vermögensstrukturplanung und -gestaltung ins Hintertreffen geraten. Es fehlt an einem akademischen, stichhaltigen, allgemeinen Versuch, steuerplanendes und steuergestaltendes Expertenwissen in einer Art theoriegeleitetem Leitfaden zugänglich zu machen. Ebenjene Forschungslücke stellt den primären Anknüpfungspunkt für diese Dissertation dar. Im Rahmen dieser Monographie ist daher als Erstes die folgende Forschungsfrage aufgeworfen und beantwortet worden: (1) „Können (inter-)nationale ertragsteuergestaltende Strukturen bei Familien, welche im Besitz eines closed Single Family Offices sind, die Sicherung und Mehrung ihres Familienvermögens forcieren?“ Fernerhin könnte insbesondere bei steuerlichen Beratern von Unternehmerfamilien und/oder von Familien mit Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, bei denen bisher wegen des Hauptaugenmerks auf die eigene (unternehmerische) Betätigung, kein Fokus auf die ertragsteuerliche Vermögensstrukturplanung und -gestaltung gelegt worden war, die Frage aufkommen, ob ebensolche Strukturen auch sukzessive zum Aufbau eines signifikanten Familienvermögens in erster Generation, sowie eines closed Single Family Offices eingesetzt werden können. In Anbetracht dessen wurde als Zweites die nachstehende Forschungsfrage aufgeworfen und im Rahmen dieser Dissertation gleichfalls beantwortet: (2) „Lassen sich die betrachteten Strukturen auch nicht erst bei, sondern sukzessive unterstützend zum Aufbau eines signifikanten Familienvermögens sowie eines closed Single Family Offices einsetzen?“