
In der russischen Literatur der 2010er Jahre traten deutsche Figuren am häufigsten in den Romanen zweier Schriftsteller auf: Guzel Yakhina und Evgeny Vodolazkin. Diese literaturwissenschaftliche Monografie widmet sich einer detaillierten Analyse der Werke von Guzel’ Jachina – Suleika öffnet die Augen (2015) und Wolgakinder (2018) – sowie von Evgenij Vodolazkin – Laurus (2012), Luftgänger (2016) und Brisbane (2018). Als methodologische Grundlage der imagologischen Untersuchung dient der Ansatz des Komparatisten Joep Leerssen. Die Monografie führt zentrale imagologische Begriffe ein und erläutert sie, darunter das Konzept „die Eigenen – die Fremden“, Stereotyp, Ethnotyp sowie Auto-, Hetero- und Metabilder. Darüber hinaus bietet die Arbeit einen kurzen Überblick über die Entstehung und Entwicklung deutscher Bilder in Russland, enthält biografische Informationen zu den beiden Prosaautoren, beschreibt die Entstehungs- und Publikationsgeschichte ihrer Romane und umfasst Auszüge aus der elektronischen Korrespondenz mit den Schriftstellern und ihrem Verlag.