
Was geschieht, wenn das Gedankenmonster zu laut wird und die eigene Stimme kaum noch zu hören ist? In ihrem Gedichtband, Dem Gedankenmonster zum Trotz, nimmt Marnie Ness ihre Leserinnen und Leser mit auf eine intensive Reise durch Zweifel, Einsamkeit und gesellschaftlichen Druck, hinein in den Herzraum und schließlich zu einem Wendepunkt. Die Gedichte erzählen von der Suche nach Daseinsberechtigung, vom schönen Schein, von Selbstzweifeln und inneren Kämpfen. Sie handeln aber ebenso von Freundschaft, Liebe, Mut und jenen Menschen, die ihr Licht leihen, wenn das eigene zu erlöschen droht. Aus Dunkelheit wächst Hoffnung, aus Verletzlichkeit neue Kraft und aus dem Gefühl des Andersseins die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen. Die ausdrucksstarken Illustrationen von Hilde Hölken verleihen den Worten eine weitere emotionale Ebene. So entsteht ein poetisches Gesamtkunstwerk, das nicht beschönigt, sondern berührt, ehrlich, verletzlich und zugleich voller Zuversicht. Ein Buch für alle, die sich schon einmal in ihren Gedanken verloren haben. Für Menschen, die nach Selbstannahme suchen, und für jene, die daran erinnert werden möchten, dass selbst in der dunkelsten Nacht ein leises Glimmen bleiben kann.