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Die metahistoriographische Revolution

Autor
Clemens Günther, Reihe herausgegeben von Prof. Dr. Roland Marti, Reihe herausgegeben von Prof. Dr. Peter Thiergen, Reihe herausgegeben von Prof. Dr. Ludger Udolph, Reihe herausgegeben von Prof. Dr. Bodo Zelinsky

Die metahistoriographische Revolution

Untertitel
Problematisierungen historischer Erkenntnis in der russischen Gegenwartsliteratur
Beschreibung

Historische Fiktion ist seit dem Spätsozialismus nicht nur Ressource politischer Legitimation und kultureller Selbstorientierung, sondern auch zentrales Feld der Aushandlung neuer Wissensordnungen der sowjetischen und russischen Gesellschaft. Die Arbeit bezeichnet diese Funktion mit dem Begriff der Metahistoriographie. Die untersucht auf der einen Seite die literarische Problematisierung der kunstexternen Bedingungen historischer Erkenntnisbildung und nimmt ihre sozialen, institutionellen und ideologischen Voraussetzungen in den Blick. Auf der anderen Seite fokussiert sie die kunstinternen Bedingungen historischer Erkenntnis wie die formale Strukturierung, Gattungspoetik, Erzählstruktur und Medialität historischer Fiktion. Durch einen solchen funktionspoetologischen Textzugriff wird Literatur als wesentliches Medium der Indikation und Inspiration veränderter gesellschaftlicher Ordnung im Spannungsfeld von Systemzerfall und Systembildung lesbar.

Verlag
Böhlau Köln
ISBN/EAN
978-3-412-52175-2
Preis
75,00 EUR
Status
lieferbar