André Gorz
Wissen, Wert und Kapital
Zur Kritik der Wissensökonomie. Aus dem Französischen von Jadja Wolf.
Wissen ist keine ordinäre Ware, sein Wert ist unbestimmbar, es lässt sich kostenlos vermehren. Seine Verbreitung steigert seine Fruchtbarkeit, seine Privatisierung reduziert sie und widerspricht seinem Wesen. Eine authentische Wissensökonomie wäre eine Gemeinwesenökonomie, in der die Grundkategorien der politischen Ökonomie ihre Geltung verlieren und in der die wichtigste Produktivkraft - also das Wissen - zum Nulltarif verfügbar wäre. André Gorz
- Verlag
- Rotpunktverlag
- Erscheinungsdatum
- 2004
- ISBN/EAN
- 978-3-85869-282-5
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 140
- Preis
- 17,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
André Gorz ist bekannt als scharfer Kritiker der Gelderwerbsgesellschaft. In diesem Buch befasst er sich mit den unüberwindbaren Widersprüchen des Wissenskapitalismus: - mit der Schwierigkeit, Wissen als Ware und als Kapital zu verwerten; - mit dem sich ausbreitenden Selbstentfremdungs- und Selbstverwertungszwang; - mit der grundlegend anderen Ökonomie und der Neubestimmung des Reichtumsbegriffs, auf die die Krise des Arbeits- und Wertbegriffs hinweist. Die zweite Hälfte des Buches widmet der Autor dem breiten Spektrum sozialer Bewegungen - namentlich der Freien-Software-Bewegung -, die sich der Vermarktung von Gemeingütern widersetzen, sowie der Macht- und Leistungswut, mit der Wissen und Kapital zugleich die Abschaffung der Natur betreiben und die Abschaffung dieser antiquierten Menschengattung, die den Anforderungen der Technik nicht mehr gewachsen ist.