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Cover: Wien

Eva Menasse

Wien

Küss die Hand, Moderne.

»Für Deutsche kann Wien vor allem dann gefährlich werden, wenn sie sich von der vermeintlich selben Sprache einen Startvorteil erhoffen. Solch freudiger Erwartung wird hier mit allen Mitteln der Garaus gemacht. Seit Jahren zirkuliert die Anekdote von der naiven deutschen Studentin, die sich von ihren Wiener Bekannten mit einem frohgemuten »Sakalaa« zu verabschieden begann. Sie soll die mürrische Abschlussfrage der Supermarkt-Kassierinnen, »Sackerlaaa?« (»’ne Tüte auch?«) für eine Grußformel gehalten haben; in einer Stadt, in der man sich mit »Babaaa« verabschiedet, gar nicht so abwegig. Und was taten die Wiener, als sie dahintergekommen waren? Sie grüssten die Ahnungslose fortan feixend mit »Sakalaa«; eine Eigenschaft, die der Philosoph Rudolf Burger in anderem Zusammenhang »zähnefletschende Herzlichkeit« nannte. Für das körperlose Quälen seiner Mitmenschen hat der Wiener übrigens annähernd so viele Worte wie der Eskimo für den Schnee: »sekkieren«, »häkeln«, »papierln«, »pflanzen«, »buserieren«, »tratzen«, »abschasseln« und so weiter. Und der Deutsche ist sein liebstes Versuchstier.«
(Klappentext)

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Corso Verlag
Erscheinungsdatum
2011
ISBN/EAN
978-3-86260-018-2
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
160
Preis
9,99 €
Status
wird nicht mehr geliefert

Zur Autorin / Zum Autor

Gastgeberin Eva Menasse: Geboren 1970 in Wien, nach dem Studium der Germanistik und Geschichte arbeitete sie zunächst als Redakteurin u.a. für das Wiener Nachrichtenmagazin Profil, später für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihre erste Buchveröffentlichung Der Holocaust vor Gericht erschien 2000 im Siedler-Verlag. Bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlichte sie 2005 den vielbeachteten Roman Vienna; 2009 folgte im selben Verlag der Erzählband Lässliche Todsünden.