Gioconda Belli
Waslala (Waslala)
Roman. Übers. a. d. nicaraguanischen Spanisch von Lutz Kliche
Der Roman spielt im nächsten Jahrtausend. Die Spaltung der Welt in einen armen und einen reichen Teil hat sich vertieft. Das kleine Land Faguas produziert Sauerstoff für die reichen Länder und erhält zum Ausgleich deren Müll. Bis hierhin ist der Roman mit seiner ironischen Fortschreibung heutiger Verhältnisse vergnüglich zu lesen. Melisandra, die Protagonistin des Romans, begibt sich mit einem amerikanischen Journalisten auf die Suche nach dem Ort Waslala, zu dem vor vielen Jahren ihre Eltern aufgebrochen sind, um ein Leben in Freiheit und Wohlstand zu erlangen. Leider kommt die Schilderung der Reise nach Utopia nicht über den Kitsch amerikanischer Fantasy-Machwerke hinaus. Das Weiterlesen wird zur Qual. Schade, wegen des Themas eine vergebene Chance. (Die Taschenbuchausgabe wurde von der Autorin und vom Übersetzer neu durchgesehen)
Klaus Küpper, (Bücher zu Lateinamerika)
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
- Verlag
- München, dtv
- Erscheinungsdatum
- 2007
- ISBN/EAN
- 978-3-423-20937-3
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 343
- Preis
- 8,90 €
- Status
- nicht lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Gioconda Belli wurde am 9. Dezember 1948 in Managua geboren. Der bürgerlichen Oberschicht entstammend, konnte sie in Spanien und den USA studieren. Schloß sich nach ihrer Rückkehr im Jahre 1970 den Sandinisten an und mußte nach einer Guerilla-Aktion nach Mexiko und Costarica ins Exil gehen. Arbeitete nach dem Sieg der Sandinistas (1979) in verschiedenen kulturpolitischen Ämtern der Revolutionsregierung. Enttäuscht über die Politik der der Sandinisten brach sie Anfang der 90er Jahre mit der Bewegung, die sie in ihren Gedichten oft besungen hatte. Zahlreiche Gedichtbände und Romane sind ins Deutsche übersetzt worden und erlebten mehrere Auflagen (siehe dazu: Bücher zu Lateinamerika, Gesamtverzeichnis 2002/2003, Neuerscheinungen 2003/2004 und 2005/2006). Foto: Verlagsfoto