James Gordon Farrell
Troubles
Aus dem Englischen von Manfred Allié
1919: Major Brendan Archer, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs aus der englischen Armee entlassen, reist an die irische Ostküste, um seine Verlobte zu heiraten. Das Wiedersehen mit der Tochter des Besitzers des Hotels Majestic verläuft allerdings gänzlich anders als erhofft, zumal die Verlobte bald darauf verstirbt. In der Zwischenzeit aber hat sich der Major bereits auf die verbliebene Schar von Katzen, skurrilen Dienern und Bewohnern eingelassen und wird immer tiefer in den Sog des Verfalls des riesigen ehemaligen Prachthotels und seines polternden Besitzers Edward Spencer hineingezogen. Die brillante, von absurdem Humor durchzogene Erzählung spielt vor dem Hintergrund der entscheidenden Jahre Irlands auf dem Weg zur Teilung des Landes. Die unerschöpflichen Facetten dieses jahrhundertealten Konflikts spiegeln sich wider in den verschiedenen Standpunkten der sehr lebensnah gezeichneten Figuren. Posthum mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet, bietet sich nun auch dem deutschen Leser die Gelegenheit zur Begegnung mit einem vollendeten Stilisten und großen Erzähler.
(Klappentext)
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
- Verlag
- Matthes & Seitz
- Erscheinungsdatum
- 2013
- ISBN/EAN
- 978-3-88221-029-3
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 550
- Preis
- 24,90 €
- Status
- nicht lieferbar, anderes Format verfügbar
Zur Autorin / Zum Autor
James Gordon Farrell wird 1935 in Liverpool als Sohn eines Briten und einer Irin geboren, einen Großteil seiner Jugend verbrachte er im Fernen Osten und lebte zeitweilig in Dublin. Er studiert bis 1960 Jura, Französisch und Spanisch in Oxford. Unter anderem arbeitet er zwei Jahre lang als Sprachlehrer in Frankreich. Für seinen Debütroman A Man From Elsewhere erhält er in den 1960er Jahren ein zweijähriges Stipendium in New York. In seinem Hauptwerk, der „Empire Trilogy“ beschreibt Farrell den Niedergang des Britischen Imperiums. Hier übt er heftige Kritik am Kolonialismus und an der Ausbeutung der Dritten Welt. 1973 nutzt Farrell seine Preisrede zum Man Booker Prize, um diese Kritik gegenüber dem Sponsor des Preises, der Booker Group, erneut zu formulieren. In seinen Studienjahren erkrankte er an Kinderlähmung, die daraus resultierende Bewegungseinschränkung führte vermutlich dazu, dass er bereits im Alter von 44 Jahren bei einem Angelunfall ertrinkt.