Michèle Najlis
Tönende Einsamkeit. La Soledad Sonora
Aus dem Spanischen übertragen von Gerhard Hammerschmied
Die Literaturwissenschaftlerin Erna Pfeiffer wirft in Ihrer Rezension die Frage auf, ob es sich bei den Texten der Autorin überhaupt um Lyrik im klassischen Sinne handelt oder eher um Gebete eine Antwort darauf werden schließlich aber nur die Leserinnen und Leser geben können. Am deutlichsten wird ihr das sichtbar in den Anklängen an die spanische Mystik des Siglo de Oro, etwa eines San Juan de la Cruz, dem auch der Titel La Soledad Sonora zu verdanken ist, Zitat aus seinem bekannten Cántico, der auch sonst immer wieder intertextuell durchscheint. Andere Quellen, aus denen sich die rituell-poetischen Texte in fast biblischem Sinne speisen, sind wie könnte es anderes ein das Alte Testament, hier vor allem die Psalmen und der Prophet Jesaias, aber auch Thomas von Aquin, Gregor von Nazianz, Meister Eckhardt, Francico de Quevedo, Rubén Darío, José Maria Arguedas, Octavio Paz und ein junger nicaraguanischer Dichter, Hétor Avellán. (Aus: ila Nr. 328, Sept. 2009. S. 30.)
- Verlag
- Klagenfurt, Laibach, Wien: Hermagoras Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2006
- ISBN/EAN
- 978-3-7086-0274-5
- Format
- Buch
- Seiten
- 96
- Preis
- 12,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Michèle Najlis wurde 1946 in Granada/Nicaragua geboren. Sie unterrichtete an der Universidad Centroamerícana Literatur und wurde nach dem Sieg der FSLN Leiterein der Migrationsbehörde und Beraterin im Unterrichtsministerium. Steht den jetzigen Machthabern in Nicaragua kritisch gegenüber, insbesondere wegen deren strengen Abtreibungsverboten. Die vorliegende Lyrikanthologie ist die zweite Veröffentlichung in deutscher Sprache; 1997 erschien im Klagenfurter Drava-Verlag der Titel Gesänge der Iphigenie / Cantos de Ifigenia. (Siehe Bücher zu Lateinamerika 2002)