Julika Griem
Szenen des Lesens
Schauplätze einer gesellschaftlichen Selbstverständigung
Viele beschwören das Lesen als unverzichtbare Kulturtechnik - aber was wissen wir eigentlich über diese soziale Praxis? In der Gegenwart kann man das Lesen in vielen Kontexten beobachten, die dieser Essay zu exemplarischen »Szenen« arrangiert: Wird schnell oder langsam, einsam oder gemeinsam gelesen? Suchen wir in Lektüren Neues oder Bekanntes; füllen wir Wissensspeicher oder überlassen uns dem Eigensinn von Textwelten? Und worin besteht für wen die Lust am Lesen? Julika Griem erprobt, wie sich Lesemotive, -fähigkeiten und -technologien zwischen Instagram und Proseminar, Bibliotherapie und Blinkist als soziale Anordnungen so beschreiben lassen, dass eingespielte Bewertungsmuster hinterfragt werden.
(Verlagstext)
- Verlag
- transcript Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2021
- ISBN/EAN
- 978-3-8376-5879-8
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 128
- Preis
- 15,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Julika Griem, geb. 1963, ist Professorin für anglistische Literaturwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und leitet das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen (KWI). Ihre Forschungsinteressen gelten der Erzähl- und Gattungstheorie, den Betriebsbedingungen von Gegenwartsliteratur, interdisziplinären Verbindungen von Philologien und Soziologie sowie der Möglichkeit einer kulturwissenschaftlichen Wissenschafts- und Wissenschaftskommunikationsforschung. Seit 2016 ist sie Vize-Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft.