Gabriele Anderl; Simon Usaty (Hg)
Schleppen, Schleusen, Helfen
Flucht zwischen Rettung und Ausbeutung
Im Kontext der Fluchtbewegungen der Jahre 1933–1945 fanden illegale Grenzübertritte wesentlich häufiger statt als allgemein bekannt. Sie erwiesen sich vielfach als lebensrettend. Dennoch wurden die Helferinnen und Helfer oft in undifferenzierter Weise kriminalisiert, obwohl nur ein Teil von ihnen primär aus finanziellem Interesse oder ausbeuterischer Absicht handelte. Auch in den Nachkriegsjahrzehnten war Fluchthilfe von großer Bedeutung.
Heute ist das Thema angesichts der immer rigoroseren Abwehrmaßnahmen, mit denen die 'Festung Europa' gesichert werden soll, brisanter denn je.
Der Band befasst sich mit den unterschiedlichen Formen, Phasen und Motiven der organisierten und individuellen Fluchthilfe oder 'Schlepperei' seit den 1930er Jahren und rückt auch die restriktive Aufnahmepolitik der potentiellen Zufluchtsländer als wesentliche Ursache für das Phänomen ins Blickfeld.
(Klappentext)
- Verlag
- Mandelbaum Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2016
- ISBN/EAN
- 9783854764823
- Format
- Buch
- Seiten
- 568
- Preis
- 24,90 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Gabriele Anderl, Dr. phil. Wissenschaftlerin und Autorin in Wien. Seit 2005 Mitglied der Kommission für Provenienzforschung. Freie Mitarbeiterin von Radio Ö1.
Simon Usaty studierte Geschichte in Wien und ist Mitarbeiter der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge).