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Cover: Neoliberalismus, Hochtechnologie, Hegemonie

Mario Candeias

Neoliberalismus, Hochtechnologie, Hegemonie

Grundrisse einer transnationalen kapitalistischen Produktions- und Lebensweise. Eine Kritik

Krise des Fordismus? Postfordismus? Längst passé! Unter neoliberaler Hegemonie hat sich transnational eine neue Produktions- und Lebensweise etabliert. Die neoliberale Ideologieproduktion fungiert als organisierendes Element einer krisenhaften Transformation gesellschaftlicher Verhältnisse. Es kommt zur Durchsetzung eines globalen Finanzkapitalismus, zur Etablierung transnationaler Produktionsnetze auf Basis eines hochtechnologischen Paradigmas, zur Schaffung eines neuen Arbeiter- und Menschentypus, zur Reorganisation der Geschlechterverhältnisse. Die Verschiebung der Kräfte ist Grundlage für einen gesellschaftlichen Kompromiss der 'neuen Mitte'. Reste des fordistischen Wohlfahrtsstaates werden zersetzt und ein transnationaler Wettbewerbsstaat eingerichtet. Der geschichtliche Block des Neoliberalismus kann sich trotz antisozialer Politik auf aktive und passive Zustimmung stützen, weil er die Interessen subordinierter Gruppen aufnimmt, ihre Ziele jedoch verkehrt. Seine schmalere gesellschaftliche Basis und geringere Kohärenz verleiht dem Zwang größere Bedeutung, macht Krieg und Gewalt notwendig um Krisen zu bändigen. Die Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche erfolgt durch Reartikulation des herrschenden Projektes vom konservativ-liberalen über den sozialdemokratischen zum autoritären Neoliberalismus. Letztlich produziert die Verdichtung von Widersprüchen Risse in der hegemonialen Apparatur, die Andeutungen eines 'Postneoliberalismus' sichtbar werden lassen. Für einen embryonalen anti-hegemonialen Block ist die Analyse der Bedingungen neoliberaler Hegemonie unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund wird mit Marx und Gramsci die Regulationstheorie kritisch reformuliert, die geschichtlichen Prozesse erfordern eine Neubestimmung der theoretischen Begrifflichkeiten - nicht vor der Folie des Alten, sondern ausgehend von der Qualität und Dynamik des Neuen.

Candeias führt eine Analyse der Bedingungen neoliberaler Hegemonie durch, reformuliert mit Marx und Gramsci kritisch die Regulationstheorie und setzt zu einer Neubestimmung der theoretischen Begrifflichkeiten an.
(Klappentext)

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Argument Hamburg
Erscheinungsdatum
2009
ISBN/EAN
9783886192991
Format
Einband - flex.(Paperback)
Seiten
480
Preis
24,90 €
Status
vom Verlag als vergriffen gemeldet