Robert Castel
Negative Diskriminierung
Jugendrevolten in den Pariser Banlieues. Aus dem Französischen von Thomas Laugstien
Robert Castel untersucht anhand der Jugendunruhen die Stigmatisierungs- und Deklassierungsmechanismen, die Migranten zu »Bürgern zweiter Klasse« machen, sowie die auch daraus resultierenden neuen Formen von Prekarität und Ausgliederung. Der Abbau dieser Benachteiligungen kann durch positive Diskriminierungsmaßnahmen gelingen, durch Bildungsförderungsgesetze und eine veränderte Stadtpolitik. Da sich die Probleme des Zusammenlebens unterschiedlicher ethnischer Gruppen durch Migrationsströme und eine neue demographische Konstellation verstärken werden, müssen die Voraussetzungen für einen plurikulturellen und pluriethnischen Staat entwickelt werden.
(Klappentext)
- Verlag
- Hamburger Edition
- Erscheinungsdatum
- 2009
- ISBN/EAN
- 978-3-86854-201-1
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 122
- Preis
- 15,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Robert Castel ist einer der einflussreichsten Soziologen Frankreichs mit hohem internationalen Renommee. In den 1960er Jahren arbeitete er mit Pierre Bourdieu und orientierte sich an der Schule Michel Foucaults. Er ist Forschungsdirektor an der École des hautes études en sciences sociales und Mitgründer der Gruppe GRASS – Groupe d´analyse du social et de la sociabilité. In der Hamburger Edition erschienen »Die Stärkung des Sozialen« (2005) und »Negative Diskriminierung« (2009).