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Cover: Lob der Trägheit gefolgt von Die Panikveteranen (Ocio seguido de veteranos del pánico)

Fabián Casas

Lob der Trägheit gefolgt von Die Panikveteranen (Ocio seguido de veteranos del pánico)

Zwei Erzählungen. A. d. argent. Spanisch von Timo Berger

„Mein Alter, mein Bruder und ich, wir leben jeder für sich in unterschiedlichen Zonen; wir sind so weit voneinander entfernt wie Planeten. Meine Alte war die Kreuzung, an der wir uns alle trafen.“ So erzählt der Ich-Erzähler von sich und seiner Familie. Er selbst verortet sich so zwischen Jugend und Adolenszenz und eigentlich müßte er endlich arbeiten gehen, vermerkt er, wegen dem regelmäßigen Tagesablauf und so weiter. Aber stattdessen treibt er sich mit seinen Kumpels herum oder hört Musik von den Beatles oder Frank Zappa, liest etwas bei Céline oder Roberto Arlt, versucht Gedichte zu schreiben, trinkt eimerweise Kaffee, schluckt Tabletten und landet irgendwann bei Drogen. Mit Freund Roli beginnt er schließlich zu dealen ...  

In dem wunderbar schnodderigen Ton ist auch die zweite Geschichte erzählt, wo er sich z. B. an den zynischen Gott seiner Kindheit erinnert, der Kain nach dem Aufenthalt von Abel fragte, „obwohl er genau wußte, daß Abel im Ofen vor sich hinbrutzelte“. Auch diese Erzählungen sind im Stadtteil Boedo von Buenos Aires angesiedelt und berichten von seinen Freunden und seiner Familie, vor allem von seiner Tante Ineschita, auf deren festen hochstehenden Hintern man einen Becher Schokolade abstellen könnte und bei deren Gang das Viertel erzitterte ...

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Klaus Küpper (Bücher zu Lateinamerika)

Verlag
Berlin: Rotbuch Verlag, 2010.
ISBN/EAN
978-3-86789-109-7
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
123
Preis
14,95 €
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Fabián Casas wurde am 7.4.1965 in Boedo, Buenos Aires geboren. Er ist Lyriker und Autor von Prosa und Essays. Casas gründete Ende der 90er Jahre gemeinsam mit anderen die Poesieschrift "18 Whiskies" und initierte die Gründung des Verlags Eloísa Cartonera. Dort erschien auch seine erste Übersetzung ins Deutsche. Er veröffentlichte einen Roman und mehrere Bände mit Gedichten und Erzählungen. 2007 erhielt er den Anna-Seghers-Preis. Casas lebt in Buenos Aires.