Zum Inhalt springen
Zu den aktuellen Empfehlungen
Cover: Lied aus reinem Nichts

Michael Braun; Hans Thill

Lied aus reinem Nichts

Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts

Wohin geht das Gedicht? Was kann es? Was ist ihm zuzutrauen, anzutragen, aufzubürden? »Lied aus reinem Nichts« ist eine Bestandsaufnahme der lyrischen Gegenwart, die nicht auf pluralistischen Sammelfleiß und enzyklopädische Vollständigkeit aus ist, sondern mit klaren Kriterien die ästhetisch wagemutigsten Schreibverfahren und substanziellsten und eindringlichsten Versuche lyrischen Sprechens vorstellt.

»Ohren auf und weiterdichten!« war der Ausruf des Rezensenten in der Zeitschrift Am Erker, als er unsere Anthologie »Das verlorene Alphabet« (vergriffen) aus dem Jahr 1998 vorstellte. Damals grübelten die Autoren und Kritiker noch, ob denn nach dem Milleniumswechsel ein neuer lyrischer Aufbruch jenseits der einschlägigen Reprisen und Rekonstruktionen möglich sei. Die Stimmung war eher verhalten, die Furcht herrschte vor, man habe ein Nachwuchsproblem. »Ohren auf und weiterdichten!« Die deutschen Lyriker ließen sich das nicht zweimal sagen. Mittlerweile ist die Lyrik die aufregendste und am intensivsten diskutierte Gattung innerhalb der Gegenwartsliteratur. Seit einiger Zeit ist auch die friedliche Koexistenz, wie sie im Clan der Dichter lange üblich war, abgelöst worden durch eine neue Lust an der ernsthaften ästhetischen Auseinandersetzung. In Zeitschriften wie Bella triste wird heftig über die Möglichkeiten des zeitgenössischen Gedichts und über die ästhetische Differenz zwischen traditionellen und modernen Schreibweisen gestritten. Nun ist es wieder Zeit für eine umfassende Bestandsaufnahme: Wohin geht das Gedicht? Was kann es? Was ist ihm zuzutrauen, anzutragen, aufzubürden? So steht es im Einladungsbrief, den die beiden Herausgeber verschickten. Sie erhielten Gedichte von weit mehr als 150 Lyrikerinnen und Lyrikern. Die strenge Auswahl beschränkte sich auf die wichtigsten Stimmen.
(Klappentext)

Verlag
Verlag Das Wunderhorn
Erscheinungsdatum
09.2009
ISBN/EAN
9783884233269
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
250
Preis
26,80 €
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Herausgeber:

Michael Braun : Michael Braun, 1958 in Hauenstein/Pfalz geboren, lebt als Literaturkritiker in Heidelberg. Bei uns erschienen: die Anthologien (zusammen mit Hans Thill) »Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts« (2010), »Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre« (1998), »Punktzeit. Deutschsprachige Lyrik der achtziger Jahre« (1987) und die Essaysammlung »Der zertrümmerte Orpheus. Über Dichtung« (2002). »Der Deutschlandfunk Lyrikkalender« mit 365 von Michael Braun ausgewählten und kommentierten Gedichten erscheint seit 2007 jährlich als Tageskalender .

Hans Thill : Hans Thill, geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg als Lyriker und Übersetzer. Peter-Huchel-Preis 2004. Mitbegründer des Verlags Das Wunderhorn. Leiter der jährlichen Übersetzer-Werkstatt »Poesie der Nachbarn. Dichter übersetzen Dichter« und Herausgeber der gleichnamigen Reihe. Mitherausgeber der »Reihe P«.