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Cover: Kesseltreiben

Dominique Manotti

Kesseltreiben

Aus dem französischen von Iris Konopik

Commandant Noria Ghozali, 25 Berufsjahre bei der Polizei, zuletzt in der Terrorbekämpfung des französischen Inlandsnachrichtendiensts, fällt in Ungnade, als ihr jüngerer Bruder nach Syrien in den Djihad zieht, und wird in die randständige Abteilung »Wirtschaftliche Sicherheit« versetzt. Dort verfolgt man aktuell die Aktivitäten um den ­Orstam-Konzern, französischer Weltmarktführer im Kraftwerksbau von natio­naler strategischer Bedeutung. Am Flughafen JFK wird ein Orstam-Manager verhaftet – Vorwurf: Bestechung beim Indonesiengeschäft. Eine konzertierte Aktion von amerikanischer Justiz, CIA, NSA und Unternehmerkreisen?

In Paris bleibt es seltsam still: Der Orstam-Chef hüllt sich in Schweigen, die Regierung bleibt untätig. Ein interessierter Konkurrent, die amerikanische Power Energy, streckt bereits seine Finger nach Orstam aus. Während Noria Ghozali und ihr Team Bericht auf Bericht schreiben, die ihre Ansprechpartner in der Regierung vollkommen kalt lassen, rückt bei Orstam die entscheidende Aktionärsversammlung näher. Mit Anreizen, Manipulation und Erpressung sucht Power Energy gewisse Orstam-Mitarbeiter ins Boot zu holen oder unschädlich zu machen …

Wirtschaftshistorikerin Dominique Manotti schöpft erneut aus dem Vollen: Locker inspiriert durch die »Alstom-Affäre«, den Kauf der Energiesparte des französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten General Electric 2013–2015, schildert sie in einem fein justierten Plot das von organisierter Kriminalität kaum mehr unterscheidbare Zusammenwirken von Unternehmerhandeln, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Und schenkt uns ein Wiedersehen mit der herben Einzelgängerin Noria Ghozali.
(Klappentext)

Verlag
Argument Verlag
Erscheinungsdatum
2018
ISBN/EAN
978-3-86754-231-9
Format
Einband - fest (Hardcover)
Seiten
400
Preis
20,00 €
Status
lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Dominique Manotti, geb. 1942, kam erst mit fünfzig Jahren zum Schreiben. Ihre Bezugspunkte sind der amerikanische Schriftsteller James Ellroy, die neuzeitliche Wirtschaftsgeschichte und die 68er-Bewegung. Diese ungewöhnliche Kombination begründet Manottis dichten, unpathetischen Stil. Die Historikerin lehrte an verschiedenen Pariser Universitäten Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, war als Gewerkschafterin in der CFDT aktiv und leitete als Generalsekretärin deren Pariser Sektion.