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Cover: Houwelandt

John von Düffel

Houwelandt

Roman

Von Düffel entfaltet die komplexe Geschichte der Houwelandts über drei Generationen leise, subtil und mit psychologischem Feingefühl. (Tobias Haberl in Spiegel spezial)
Großvater Jorge, ein asketischer Gottsucher, sieht nach einem mit unerbittlichem Stolz gelebten Leben an der Seite seiner Frau Esther seinem achtzigsten Geburtstag entgegen. Den Familiensitz im Norden Deutschlands haben die beiden Houwelandts mit der spanischen Küste vertauscht - denn "was Jorge brauchte, war das Meer". Das Elternhaus aus der Vorgründerzeit verwaltet der 'Erstgeborene', sein Sohn Thomas, der am väterlichen Starrsinn zu zerbrechen droht. Dessen einziger Sohn Christian, 'Erstgeborener des Erstgeborenen', hat den Großvater kaum je kennen gelernt und möchte allen familiären Verlegenheiten, Verlogenheiten und Verstrickungen aus dem Wege gehen. (Klappentext)

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Deutscher Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum
2006
ISBN/EAN
978-3-423-13465-1
Format
Einband - flex.(Paperback)
Seiten
301
Preis
9,90 €
Status
nicht lieferbar

Zur Autorin / Zum Autor

Rezensionen - Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.09.2004
Rezensentin Felicitas von Lovenberg hat in John von Düffels neuem Roman endlich wieder Sätze "von jener kalten, lautlosen Sinnlichkeit" gelesen, die für sie schon seinen Debütroman "Vom Wasser" ausgezeichnet haben. Sein Familienroman, in dem ihren Informationen zufolge "vier Personen in eigenen Kapiteln abwechselnd zu Wort kommen", entwickele seine Tiefe gerade durch diese Sprache, in der die "relative Banalität" der beschriebenen Ereignisse erst ihre Wirkung entfalte. Es geht, lesen wir, um einen zerstrittenen Familienklan. Der Ursprung dieser Zerrüttung liegt für die Autorin in der Figur des "krankhaft" rüstigen Familienoberhaupts. Die Charakterstudie des achtzigjährigen "manischen Schwimmers" Jorge de Houwelandts findet die Rezensentin besonders gelungen: Wie eine Spinne hocke er inmitten eines Netzes aus unausgesprochenen, verdrängten Beziehungen. Aber auch die Vertreter der anderen Generationen haben auf die Rezensentin Eindruck gemacht. Und obwohl die perspektivische Konstruktion des Romans streckenweise etwas bemüht auf sie wirkt, ist es Düffel ihrer Ansicht nach gelungen, in jedem seiner Protagonisten eine eigene Ahnung der unendlich komplexen Verschränkungen zwischen den Generationen aufscheinen zu lassen.