Ulrich Bielefeld; Heinz Bude;Bernd Greiner (Hg)
Gesellschaft - Gewalt - Vertrauen
Jan Philipp Reemtsma zum 60. Geburtstag
Gewalt, Gesellschaft und Vertrauen sind grundlegende Begriffe im Denken Jan Philipp Reemtsmas. Seine Theorie der Gewalt ist mit dem Nachdenken über Vertrauen aufs engste verknüpft – worin sonst sollte individuelles Miteinander und gesellschaftliches Zusammenleben gründen? Vertrauen nicht mehr aufzubringen und Sicherheitserwartungen zu entsagen, läge angesichts endemischer Gewalterfahrungen nahe. Nicht zu vertrauen ist indes keine Option. Es sei denn, man ließe es zu, dass Zynismus an die Stelle eines geschärften und illusionslosen Realitätssinns tritt. Dann aber hätte sich die Gewalt tatsächlich als Lebensform durchgesetzt.
Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven setzen sich die meisten der 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Jan Philipp Reemtsma zu seinem 60. Geburtstag gratulieren, daher mit dem Thema Gewalt auseinander. Doch sind der intellektuelle Horizont, die Interessen und das Wirken Reemtsmas damit keineswegs abgedeckt. Philosophie und Kunst, Literatur, Theater und Film, Soziologie und Sozialtheorie, Recht und Rechtstheorie: auch sie haben in diesem Band ihren Ort; erst dadurch rundet sich das Bild, wird das Profil eines Gelehrten deutlich, dem viele mit großem Dank für vieles verpflichtet sind.
(Klappentext)
- Verlag
- Hamburger Edition
- Erscheinungsdatum
- 2012
- ISBN/EAN
- 978-3-86854-255-4
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 703
- Preis
- 30,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Die Herausgeber
Ulrich Bielefeld, PD Dr. phil., Soziologe; Leiter des Arbeitsbereichs »Nation und Gesellschaft« am Hamburger Insitut für Sozialforschung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Nation, Kollektives Bewusstsein, politische Gesellschaft und Migration.
Heinz Bude, Prof. Dr. phil., Soziologe; Leiter des Arbeitsbereichs Die Gesellschaft der Bundesrepublik am Hamburger Institut für Sozialforschung und Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel
Bernd Greiner, Prof. Dr. phil., Historiker, Politikwissenschaftler und Amerikanist, leitet seit 1994 den Arbeitsbereich »Theorie und Geschichte der Gewalt« im Hamburger Institut für Sozialforschung und lehrt am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaft der Universität Hamburg. Er arbeitet zur US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der Erforschung des Kalten Krieges, der Beziehungen zwischen Militär und Zivilgesellschaft seit 1900, des deutsch-amerikanischen Verhältnisses und zur Theorie der Gewalt.