Jürgen Goldstein
Georg Forster
Zwischen Freiheit und Naturgewalt
Nominiert für den Leipziger Buchpreis 2016 Sparte Sachbuch
Georg Forster (1754–1794) war eine der faszinierendsten Gestalten seiner Zeit: glänzender Schriftsteller, Naturforscher, Entdecker, Zeichner, Übersetzer und entschiedener Revolutionär. Auf seiner Weltumsegelung mit James Cook berührte er Eisberge mit den eigenen Händen, lief den Strand von Tahiti entlang, besuchte fremde Völker, lebte unter »Menschenfressern« und überquerte Ozeane und den Äquator. Und er stand im Zentrum des politischen Geschehens, als er – inspiriert von der Französischen Revolution – 1793 die »Mainzer Republik« ausrief, die erste Republik auf deutschem Boden. Anschaulich und fesselnd portraitiert Jürgen Goldstein dieses Ausnahmeleben, in dem sich »Freiheit« und »Naturgewalt« berührten. Niemand ist auf vergleichbare Weise das erfahrungsgetriebene Experiment eingegangen, die Natur mit dem Politischen kurzzuschließen. Die Funken, die Forster aus seinen Leitvorstellungen schlug, erhellten für einen Weltaugenblick die Aussicht, es könne so etwas wie natürliche Revolutionen geben.
(Klappentext)
- Verlag
- Matthes & Seitz Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2015
- ISBN/EAN
- 978-3-95757-090-1
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 301
- Preis
- 28,00 €
- Status
- lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Jürgen Goldstein, geboren 1962 in Beckum, lehrt Philosophie an der Universität Koblenz-Landau. Er forscht u. a. zu Hans Blumenberg, über Aspekte der Politischen Philosophie der Gegenwart sowie über die Geschichte der Naturwahrnehmung.