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Cover: Entre sueno y pesadilla

Aneke Schildmann

Entre sueno y pesadilla

Ecuadorianische Hausmädchen in Madrid: Migrationsentwurf und Lebensalltag

"Zwischen Traum und Alptraum" - so beschreiben ecuadorianische Hausmädchen ihre Migrationserfahrungen und Arbeitssituation in der spanischen Hauptstadt Madrid. Im Jahr 2003 lebten 28.000 Ecuadorianerinnen in Madrid. Fast 70% von ihnen waren in Privathaushalten und in der Reinigungsbranche tätig. Die Autorin befragte 14 Ecuadorianerinnen im Alter von 23 bis 35 Jahren zu ihrem Migrationsentschluss, der Organisation der Migration, zur aktuellen Lebenssituation als Haushaltskraft, ihren sozialen Kontakten nach Ecuador und in Spanien sowie ihren Zukunftsplänen. Aufgrund struktureller Missstände und rechtlicher Benachteiligungen sind die Immigrantinnen ein Reservoir an billigen, ungeschützten Arbeitskräften. Das Erleben struktureller Benachteiligung verbindet sich mit der prekären finanziellen und sozialen Situation und führt bei vielen Ecuadoriannerinnen zu einem Gefühl der Diskriminierung, Frustration oder auch Resignation. Andere Frauen berichten aber auch von  positiven Erlebnissen, guten Beziehungen zu Arbeitgebern und Zufriedenheit mit ihrer Arbeit. Die Erfahrungen der Frauen, so die Schlußfolgerung der Studie, sind komplex und differenziert. Empowerment durch Selbstorganisation, die Überarbeitung der veralteten Gesetze und eine breitangelegte Legalisierungsaktion könnten zur Überwindung der Marginalisierung beitragen. Eine empfehlenswerte Lektüre.

Christoph Dietz (Bücher zu Lateinamerika)

Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.

Verlag
Frankfurt a. M.: IKO Verlag
Erscheinungsdatum
2007
ISBN/EAN
978-3-88939-830-7
Format
Buch
Seiten
220
Preis
19,90 €
Status
nicht lieferbar