Ariel Magnus
Ein Chinese auf dem Fahrrad (Un Chino en bicicleta)
Roman. A.d.argent. Spanisch von Silke Kleemann
Ramiro ist Zeuge in einem Prozeß gegen Li, der für eine Reihe von Brandstiftungen verantwortlich gemacht wird. Der Täter, Fosforito, das Streichhölzchen genannt, flüchtet nach den Bränden regelmäßig auf seinem Fahrrad. Und so kommt es, daß der chinesische Fahrradfahrer Li in Verdacht gerät und angeklagt wird. Doch Li nimmt Ramiro als Geisel und entkommt in das Chinesenviertel von Buenos Aires. Nun ist Ramiro keine Geisel im klassischen Sinne, er kann sich fast frei bewegen und ist mit seiner Situation so zufrieden, daß er sich mit der ihn umgebenden Kultur anzufreunden beginnt, und sich schließlich in die Chinesin Yintai verliebt. Das hätte eine spannende Geschichte werden können, wenn der Autor den Roman nicht mit den Beobachtungen und Berichten aus dem Chinesenviertel zugeschüttet hätte, die mit dem Fortgang der Geschichte nicht das mindeste zu haben. Und radebrechende, l und r verwechselnde Chinesen ermüden und langweilen mit der Zeit. Schade.
Klaus Küpper (Bücher zu Lateinamerika)
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- Verlag
- Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2010.
- ISBN/EAN
- 978-3-462-04195-8
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 251
- Preis
- 17,95 €
- Status
- nicht lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires, hat deutsche Vorfahren, besuchte eine deutsche Schule und studierte in Deutschland. Er schrieb für verschiedene Medien in Lateinamerika u. a. auch für die taz in Berlin. Magnus lebt heute als Autor und Übersetzer in Buenos Aires. In seinem Roman La abuela erzählt er eine Familiengeschichte auf Basis der Befragungen seiner Großmutter, die nach der Befreiung aus Theresienstadt und Auschwitz nach Brasilien ausgewandert war. In dem Kurzroman Muñecas sind Erfahrungen seines Deutschlandaufenthalts eingeflossen.