Hannah Arendt; Joachim C. Fest
Eichmann war von empörender Dummheit
Gespräche und Briefe
Nach 50 Jahren entdeckt: die Briefe zwischen Hannah Arendt und Joachim Fest.
Hannah Arendt und Joachim Fest in einem bislang unbekannten Briefwechsel über Adolf Eichmann und die Frage, wie ein »erschreckend normaler« Mensch zu einem Verbrecher werden konnte, der als selbst ernannter »Spezialist« an entscheidender Stelle für den Völkermord verantwortlich war.
In Vorbereitung seines 1964 gesendeten Rundfunkinterviews über Hannah Arendts spektakulären Prozessbericht »Eichmann in Jerusalem« schickt Joachim Fest einen dicken Fragenkatalog an die Autorin. Natürlich spielt darin auch der Vorwurf vieler Kritiker eine Rolle, Arendt verharmlose Adolf Eichmanns Schuld auf unerträgliche Weise. Tatsächlich ist Arendts Formel von der »Banalität des Bösen« vielfach missverstanden worden. Die Antwort kommt postwendend: »Sehr geehrter Herr Dr. Fest, ich hatte niemals die Absicht, mich zu verteidigen.« Der Beginn der spannenden Auseinandersetzung über eines der wichtigsten Bücher zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Die Briefe und das anschließende Gespräch zeigen das Denken von Arendt und Fest in neuem Licht.
(Klappentext)
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
- Verlag
- Piper Verlag
- Erscheinungsdatum
- 07.03.2011
- ISBN/EAN
- 978-3-492-05442-3
- Format
- Einband - fest (Hardcover)
- Seiten
- 208
- Preis
- 16,95 €
- Status
- nicht lieferbar
Zur Autorin / Zum Autor
Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und am 4. Dezember 1975 in New York gestorben, studierte Philosophie, Theologie und Griechisch unter anderem bei Heidegger, Bultmann und Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 Emigration nach Paris, ab 1941 in New York. 1946 bis 1948 als Lektorin, danach als freie Schriftstellerin tätig. 1963 Professorin für Politische Theorie in Chicago, ab 1967 an der New School for Social Research in New York.