Joost Zwagerman
Duell
Novelle. Aus dem Niederländischen von Gregor Seferens
Eine meisterhafte Satire auf den Kunstbetrieb:
Jelmer Verhooff ist der junge Direktor des »Hollands Museum« in Amsterdam, ein hipper Aufsteiger innerhalb der Kunstwelt. Nun aber muß sein Museum wegen Brandschutzmängeln geschlossen werden. Als letzte Ausstellung vor der Schließung hat er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Junge holländische Künstler sollen sich mit Meisterwerken der Sammlung auseinandersetzen. Der Titel der Schau: »Duel. Dutch Artists Challenged by Modern Masters.« Besonders angetan ist er von einer jungen Malerin, die sich darauf spezialisiert hat, bedeutende Gemälde detailgenau zu kopieren. Diese wählt ein Schlüsselwerk von Mark Rothko und schafft ein verblüffend originalgetreues Abbild. Nach dem Ende der Ausstellung stellt dann allerdings der Restaurator des Museums fest, daß nun die Kopie in der Sammlung ist. Das Original wurde von der Malerin gestohlen. Und Jelmer Verhooff stellt seinerseits fest, daß Emma Duiker nicht nur Gemälde kopiert, sondern eine Konzeptkünstlerin ist, deren eigentliches Werk darin besteht, Rothkos Gemälde ohne jeden Hinweis auf dessen Wert und Bedeutung an alltäglichen Orten auf einfache Menschen wirken zu lassen. Verhooff macht sich sofort daran zu recherchieren, wo sich das Original befindet, um es zurückzustehlen. Er läßt Emma Duikers Computer hacken, und als er erfährt, daß sich der Rothko in der Schule für Lernbehinderte einer slowenischen Kleinstadt befindet, macht er sich zusammen mit dem Restaurator auf den Weg. Doch er hat Emma Duiker weit unterschätzt ...
(Klappentext)
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
- Verlag
- Weidle Verlag
- Erscheinungsdatum
- 2016
- ISBN/EAN
- 978-3-938803-81-3
- Format
- Einband - flex.(Paperback)
- Seiten
- 160
- Preis
- 17,00 €
- Status
- vom Verlag als vergriffen gemeldet
Zur Autorin / Zum Autor
Joost Zwagerman, geboren 1963, studierte Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität Amsterdam. Mit 23 Jahren veröffentlichte er seinen Debütroman "De Hooudegreep". Seinen Ruf als vielversprechendes literarisches Talent verdankte er aber schon vorher der Herausgabe von "De Held", einer rebellischen Literaturzeitschrift. In den Niederlanden sind seine Romane große Erfolge. Auf deutsch erschien 1995 sein Roman "Falsches Licht".